Trauma First

„Trauma First“ ist ein Behandlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und junge Frauen mit Trauma-Folgestörungen. Patienten zwischen 2 und 27 Jahren finden bei uns mit ihren Familien traumaspezifische psychotherapeutische Behandlung ohne Wartezeiten.

Seit 2008 wird „Trauma First“ in unserer Praxis angeboten und im Rahmen mehrerer Universitätskooperationen wissenschaftlich evaluiert:

  • PD Dr. C. Kröger, TU Braunschweig
  • PD Dr. H. Glaesmer, Universität Leipzig
  • Prof Dr. K. Beesdo-Baum, TU Dresden

Zugehörige Therapiematerialien finden sich auf der Webseite des kjp-Verlags

Artikel der Mitteldeutschen Zeitung zu „Trauma First“:

Alles zum Programm

Ziele

Oberziel: Behandlung und Reduzierung der Trauma-Folgeerkrankungen

In einer ersten Pilotstudie, welche in Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig durchgeführt wurde, konnten signifikante Rückgänge in den Gesamtverhaltensauffälligkeiten bei den untersuchten 6- bis 10-jährigen von Bezugspersonen und Lehrern beurteilt werden.

Unter den Kindern mit der jeweiligen Therapieindikation konnte ein erheblicher Rückgang mit großer Effektstärke an selbstbeurteilter PTBS- und Depressionssymptomatik gefunden werden (Leh, 2014).

Ziele des Versorgungsangebotes “Trauma First”:

Mit dem erarbeiteten Konzept für Kinder und Jugendliche mit Trauma-Folgestörungen wollen wir auf der Grundlage des Leitfadens „Gewalt gegen Kinder“ die hier intensivierte Früherkennung als Handlungsmöglichkeiten nutzen und in Kooperation mit Ärzten und Therapeuten durch neue ambulante Therapieansätze beispielhaft in Halle umsetzen. Eine frühzeitige Behandlung soll die Chronifizierung der Folgestörungen vermeiden und den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, Ängste, Aggression und Bindungsunsicherheiten abzubauen und die traumatischen Ereignisse zu verarbeiten.

Zielgruppen
Kinder, Jugendliche und junge Frauen mit Trauma-Folgestörungen nach sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt oder sonstigen traumatischen Ereignissen, sowie deren Familien und Bezugspersonen.

Praxistauglichkeit
Bei „Trauma First“ handelt es sich um ein junges, bundesweit einmaliges, innovatives Projekt, das im Frühjahr 2008 durch die Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt und der Techniker Krankenkasse auf der Grundlage eines 73c Vertrages gestartet ist. Die störungsspezifische Diagnostik und die anschließenden Behandlungskonzepte für die Einzel-, Familien- und Gruppen-sitzungen werden seit April 2008 praktisch umgesetzt. Der kindgerechte bzw. patientenorientierte und fröhliche Therapieansatz wird von den Familien sehr positiv aufgenommen. Auch die enge Kooperation mit den Kinderärzten erweist sich als sehr günstig und wird von Eltern und Kollegen geschätzt.

Aufbereitung der Patienteninformationen
Eltern und Kinder erhalten detaillierte Informationen über die bestehenden Störungsbilder. Für die kleineren Kinder wird ein Drache (Handpuppe) als Identifikationsfigur eingesetzt. In den Einzel- und Gruppensitzungen werden Strategien zum Umgang mit den Symptomen erarbeitet. Die Informationen sind altersgerecht aufbereitet.

Veränderung des Lebensstils, Motivation
Ziel ist die Entlastung der Familien und ein veränderter Umgang mit den Symptomen der Trauma-Folgestörungen im Alltag. Dies betrifft einerseits den Abbau der Symptome (Reduktion der Ängste, Umgang mit Schlafstörungen etc.) und andererseits gleichzeitig eine Veränderung des allgemeinen gesundheitsbezogenen Lebensstils − beispielsweise ein verändertes Ernährungs- und Bewegungsverhalten, die Einbindung der Kinder in Sportvereine und in andere Gruppenaktivitäten. Zusätzlich wird der Medienkonsum der Familie analysiert und gegebenenfalls mit den Familien ein altersgerechter Umgang erarbeitet und umgesetzt.

Stärkung der Patientensouveränität
Als Psychotherapeutinnen erarbeiten wir Stressbewältigungsstrategien, welche den Kindern und Jugendlichen helfen sollen, eigenständig Probleme zu bewältigen und Ängste abzubauen. Die Strategien werden den Kinder und Jugendlichen spielerisch vermittelt, sodass die Kinder diese in schulischen Situationen und im Alltag zu Hause selbstständig und eigenverantwortlich umsetzen können. Dazu erhalten die Kinder jede Woche Aufgaben und Vorschläge für Verhaltensexperimente durch Beobachtungsprotokolle werden die Strategien von den Kindern, Jugendlichen oder jungen Frauen auf ihre Umsetzbarkeit überprüft.

Kommunikation
Bei der Kommunikation mit den Familien steht das gemeinsame Erarbeiten von Lösungsstrategien im Vordergrund. Wir verzichten auf „belehren“ und „dozieren“. Wir gehen gemeinsam mit den Kindern auf Entdeckungsreise, um herauszufinden, was bei Stress im Körper passiert, wie viele Stunden ein Kind eigentlich normalerweise schläft oder was man gegen Alpträume machen kann.
Die Kommunikation zwischen Eltern, Kindern und Therapeutinnen ist durch Lebendigkeit und Konstruktivität gekennzeichnet.

Dokumentation des Entscheidungsprozesses
Der Entscheidungsprozess wird praxisintern dokumentiert. Die Teilnahme wird in einem speziell entwickelten Begleitheft festgehalten.

Kriterien zur Messung/ Beurteilung der Ergebnisse
Der Therapieverlauf wird sowohl durch eine prä-post-Diagnostik (Fragebogenverfahren, Klinische Interviews) als auch durch Verlaufsanalysen (Auswertung von Verhaltenstagebüchern) detailliert erfasst und statistisch ausgewertet.

Kinder & Jugendliche

Psychotherapeutische Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche

„Trauma First“ bietet Hilfe für Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 16 Jahren, die folgenden Belastungen oder Bedrohungen ausgesetzt waren:

  • sexuelle Belästigung, sexueller Missbrauch, Vergewaltigung
  • Misshandlung: Schläge, Stöße, Schütteln, Verbrennungen, Stiche usw.
  • Vernachlässigung, häusliche Gewalt
  • psychische Gewalt, Terror, Mobbing
  • Verkehrsunfälle, Zugunglücke
  • Überschwemmungen, Erdbeben
  • Kriegsteilnahme, Entführung, Geiselnahme
  • Überfälle, Bedrohung, Einbruch, Raubüberfälle, Amokläufe
  • Tod eines Geschwisterkindes, Tod eines Elternteiles
  • Lebensbedrohliche Krankheit
  • Kinderhandel einschließlich illegaler Adoption,
  • Prostitution, Pornographie, Ausnützung durch Pädophilie, Exhibitionismus
  • Gewalt gegen Kinder in Institutionen etc.

In enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Kinder- und Hausärzten erfolgt die traumaspezifische ambulante psychotherapeutische Behandlung.

Kinder-und Jugendgruppe
Mit den Kindern werden spielerisch und praktisch Themen wie „Angst“, „Alpträume“, „Wohin mit meiner Wut“, „Was mir hilft“, „Normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse“ und aktuelle Herausforderungen des Familienalltages bearbeitet. Hauptfigur für die jüngeren Kinder ist ein Drache, der sie als Beschützer und Ratgeber durch das Training begleitet.

Die Kinder werden engmaschig betreut, um den Aufbau von Selbstwert und Selbstwirksamkeitserwartung zu unterstützen. Weiterhin wird der Abbau von ungünstigen Verhaltensmustern angestrebt (Vermeidungsverhalten, Rückzug und Aggression).

Die Kinder und Jugendlichen werden jeweils nach Alter, nach Art des Traumas bzw. nach Art der Traumafolgestörung unterschiedlichen Gruppen zugeordnet. Die Gruppengröße bewegt sich zwischen zwei und acht Kinder. Eine bis zwei Trainerinnen leiten die Gruppe an.
Die Gruppensitzungen werden in regelmäßigen Einzelsitzungen vertieft und ergänzt. Die Bearbeitung traumatischer Inhalte erfolgt ausschließlich im Einzelsetting.

Elterntraining
Mit den Eltern wird ein traumaspezifisches Elterntraining durchgeführt. Der Familie wird eine Mischung von Informationen, praktischen Übungen, Rollenspielen sowie Auswertungen von Alltagssituationen angeboten. Zu den inhaltliche Themen gehören beispielsweise „Normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse“, „Umgang mit den Ängsten der Kinder“, „Wie verhalte ich mich bei Alpträumen“, „Was kann ich bei Überforderung tun“, „positive Familienaktivitäten“ und „schwierige Situationen im Familienalltag“. Die Eltern werden engmaschig begleitet, um sie im Umgang mit den Symptomen des Kindes und ihren Erziehungsmethoden hilfreich zu unterstützen. Weiterhin werden die Eltern zur Selbstfürsorge angeregt.

Organisatorischer Ablauf
Die Praxis für Psychotherapie stellt eine Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien nach traumatischen Erfahrungen dar. Nach einem ersten Kontakt erfolgt die Eingangsdiagnostik, die sowohl mit den Bezugspersonen als auch mit dem Kind bzw. der Jugendlichen mehrere diagnostische Sitzungen beansprucht. Anschließend erfolgt ein Rückmeldungsgespräch mit der Familie bzw. den Bezugspersonen, in welchem die Diagnose(n) mitgeteilt und gemeinsam ein individueller Behandlungs- und Betreuungsplan entwickelt wird.
Die Familie erhält eine Empfehlung, ob das Kind bzw. die Eltern an dieser Versorgung teilnehmen sollten. In jedem Einzelfall wird individuell festgelegt, ob und welche Kindergruppe; ob und welche Elterngruppe indiziert ist.
Neben den traumaspezifischen Gruppenangeboten gehören Einzel- und Familiengespräche zum Standard. Pro Quartal ist eine spezielle kinderärztliche Untersuchung für die Familie verpflichtend. Wenn sich die Familie zur Teilnahme entscheidet, übernimmt ein multiprofessionelles Team die Versorgung.

Junge Frauen

Psychotherapeutische Hilfe für junge Frauen

„Trauma First” bietet Hilfe für junge Frauen von 17 bis 27 Jahren, die folgenden Belastungen oder Bedrohungen ausgesetzt waren:

  • sexuelle Belästigung, sexueller Missbrauch, Vergewaltigung
  • Misshandlung: Schläge, Stöße, Schütteln, Verbrennungen, Stiche usw.
  • Vernachlässigung, häusliche Gewalt
  • psychische Gewalt, Terror, Mobbing
  • Verkehrsunfälle, Zugunglück
  • Überschwemmungen, Erdbeben
  • Kriegsteilnahme, Entführung, Geiselnahme
  • Überfälle, Bedrohung, Einbruch, Raubüberfälle, Amokläufe
  • Tod eines Angehörigen, Tod eines Partners
  • Lebensbedrohliche Krankheit
  • Frauenhandel, Zwangsprostitution
  • Katastrophen aller Art

In enger Kooperation mit den behandelnden Hausärzten erfolgt die traumaspezifische ambulante psychotherapeutische Behandlung.

Traumagruppe
Bei den traumaspezifischen Gruppensitzungen handelt es sich um eine ausgewogene Mischung aus Vermittlung von Handlungswissen, praktischen Übungen, Rollenspielen, Entspannungsübungen und der Bearbeitung von Alltagssituationen der Familie. Inhaltliche Themen sind beispielsweise „Angst“, „Alpträume“, „Wohin mit meiner Wut“, „Was mir hilft“, „Was mir Kraft gibt“, „Normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse“ und aktuelle Herausforderungen des Alltages.
Die jungen Frauen werden engmaschig begleitet, um den Aufbau von Selbstwert und Selbstwirksamkeitserwartung zu unterstützen. Weiterhin wird der Abbau von ungünstigen Verhaltensmustern angestrebt (z.B. Vermeidungsverhalten, Rückzug und Aggression).
Die Gruppengröße bewegt sich zwischen zwei und vier Personen. Die Gruppe wird von einer Therapeutin angeleitet.

Organisatorischer Ablauf
Unsere Praxis stellt eine Anlaufstelle für junge Frauen nach traumatischen Erfahrungen dar. Nach einem ersten Kontakt erfolgt die Eingangsdiagnostik, die mehrere diagnostische Sitzungen beansprucht. Anschließend erfolgt ein Rückmeldungsgespräch, in der die Diagnose(n) mitgeteilt werden und gemeinsam mit der Patientin ein individueller Behandlungs- und Betreuungsplan entwickelt wird. Neben den traumaspezifischen Gruppenangeboten gehören Einzelgespräche zum Standard. Bei Bedarf kann auch die Familie oder der Lebenspartner einbezogen werden.
Wenn sich die junge Frau zur Teilnahme entscheidet, übernimmt ein multiprofessionelles Team die Versorgung.

Behandlungsprogramm

Gesamtbehandlungsplan zur ambulanten Therapie von Kindern und Jugendlichen nach sexueller, körperlicher oder psychischer Gewalt oder anderen psychischen Traumafolgeerkrankungen

 Das Erstgespräch

Eine psychotraumatologische Erstberatung wird durchgeführt. Anliegen der Familie, aktueller Anlass der Konsultation und Motivation der Beteiligten werden erfasst. Weiterhin wird ein Grobscreening der vorliegenden Symptome durchgeführt. Ein TeilnehmerInnenheft (Anhang) wird angelegt, in dem alle Behandlungskontakte (regelmäßige Konsultationen des Kinderarztes, Hausarztes, Psychiaters etc.) erfasst werden. Eine Information der Krankenkasse erfolgt.

 Die Diagnostik

Inhalt dieser Phase sind strukturierte traumaspezifische Diagnostik mit dem Kind, traumaspezifische Diagnostik mit den Eltern, ein strukturiertes klinisches Interview zur Erfassung der ICD-10 Diagnosen mit den Eltern (z.B. DIPS), ein klinisches Interview mit dem Kind, detaillierte Anamnese der psychischen und somatischen Entwicklung des Kindes (Schwangerschaft, frühkindliche Entwicklung, Kindergarten, Schule bis dato).

 Der Hausbesuch

Bei jeder Familie erfolgt ein Hausbesuch, um sich über das Familienklima, die Wohngegebenheiten und das Wohnumfeld des Kindes zu informieren.

 Das Konsil mit dem Kinderarzt oder Hausarzt

Jedes Kind, jeder Jugendliche, jede junge Frau erhält eine spezielle konsiliarische Untersuchung beim behandelnden Kinder- oder Hausarzt. Hier werden anhand eines speziellen Leitfadens aktuelle und früher vorliegende somatische und psychosomatische Traumafolgen und Entwicklungsstörungen abgeklärt und im Quartalsbericht dokumentiert. Diese Untersuchung wird einmal in jedem Quartal während der Behandlung des Patienten wiederholt.

 Die Auswertung, Fallbesprechung

In dieser Sequenz erfolgt die Auswertung und Interpretation der Testbefunde und der klinischen Interviews unter Hinzuziehung der Konsiliarbefunde. Die Ergebnisse werden bei Bedarf telefonisch mit den Mitbehandlern erörtert. Im Rahmen interner und/oder externer Fallbesprechungen erfolgt die Beurteilung der Situation unter traumaphasenspezifischen Gesichtspunkten und die Beratung über die Notwendigkeit weiterführender Maßnahmen. Im Ergebnis kann eine Indikations- und differenzielle Indikationsstellung getätigt und darüber entschieden werden, welche weiterführenden ambulanten Maßnahmen der Familie bzw. der jungen Frau angeraten werden sollen.

 Die Auswertung und Rückmeldung im Familiengespräch

In einem Rückmeldegespräch erhält die Familie/die junge Frau detaillierten Einblick in die Ergebnisse der diagnostischen Phase. Die Auswertung und Interpretation der Testbefunde und der klinischen Interviews sowie der Konsiliarbefunde werden der Familie bzw. der jungen Frau verständlich dargelegt, sodass diese befähigt wird, eine verantwortliche Entscheidung über die weitere Behandlung zu treffen.

Wenn eine Behandlung indiziert ist, dann wird das Behandlungsangebot der Familie/der jungen Frau vorgestellt und erläutert. Motivation und Compliance aller beteiligten Familienmitglieder werden abgeklärt und mit der Familie besprochen, warum diese im Rahmen einer Heilbehandlung unerlässlich sind. Kommt eine Arbeitsallianz zustande, erfolgt die Einleitung der Behandlung, Einteilung in Schweregrad und Terminabsprachen.

 Behandlungsphase
  1. Indikationsspezifisches Elterntraining

Mit den Eltern wird (wenn indiziert) ein indikations- und störungsspezifisches Elterntraining durchgeführt. Folgende Trainingsgruppen sollen angeboten werden:
– ein Gruppenangebot für Eltern von Kindern, die durch Fremdtäter oder externe Faktoren traumatisiert wurden,
– eine Elterngruppe intrafamiliale Gewalt.

Bei den indikationsspezifischen Elternsitzungen handelt es sich stets um eine ausgewogene Mischung zwischen Psychoedukation, praktischen Übungen, Rollenspielen und Auswertung von Alltagssituationen der Familie. Die Sitzungsthemen sind auf die Gruppenindikation abgestimmt (extern traumatisierte Kinder, intrafamiliale Traumatisierung). Inhaltliche Themen sind beispielsweise „Normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse“, „Umgang mit den Ängsten der Kinder“, „Wie verhalte ich mich bei Alpträumen“, „Wohin mit meiner Wut“, „Was kann ich bei Überforderung tun“, „Förderung der Autonomie des Kindes“, „positive Familienaktivitäten“ und aktuelle Herausforderungen des Familienalltages.

Die Eltern werden engmaschig begleitet, um die Familie beim Abbau ungünstigen Erziehungsverhaltens (wie Überbehütung oder aggressives Verhalten) und dem Aufbau von unterstützendem Erziehungsverhalten und einem günstigen Umgang mit den Symptomen des Kindes und den übrigen Problembereichen zu unterstützen.
Weiterhin werden die Eltern auch zur Selbstfürsorge angeregt, um als stabile Eltern die Kinder stützen zu können.

  1. Indikationsspezifische Kinder-/Jugendgruppe

Mit den Kindern/Jugendlichen wird (wenn indiziert) ein indikations- und störungsspezifisches Gruppentraining durchgeführt. Es sollen folgende Trainingsgruppen angeboten werden: ein Gruppenangebot für Kinder, die durch Fremdtäter oder externe Faktoren traumatisiert wurden, eine Gruppe für Kinder intrafamilialer Gewalt (häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch, Vernachlässigung, häusliche Gewalt) und eine Gruppe für Jugendliche, junge Erwachsene. Bei den indikationsspezifischen Gruppesitzungen handelt es sich stets um eine ausgewogene Mischung zwischen Vermittlung von Handlungswissen, praktischen Übungen, Rollenspielen und Entspannungsübungen und Auswertung von Alltagssituationen der Familie. Die Sitzungsthemen sind auf die Gruppenindikation abgestimmt (extern traumatisierte Kinder, intrafamiliale Traumatisierung). Inhaltliche Themen sind beispielsweise „Angst“, „Alpträume“, „Wohin mit meiner Wut“, „Was mir hilft“, „Was mir Kraft gibt“, „Normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse“ und aktuelle Herausforderungen des Familienalltages. Die Kinder werden engmaschig begleitet, um den Aufbau von Selbstwert und Selbstwirksamkeitserwartung unterstützen zu können, weiterhin wird der Abbau von ungünstigen Verhaltensmustern angestrebt (Vermeidungsverhalten, Rückzug und Aggression).

  1. Familiengespräche

In regelmäßigen Abständen wird mit der Familie die aktuelle Familiensituation ausgewertet, die bisherigen Fortschritte hervorgehoben, Schwierigkeiten analysiert und Lösungswege erarbeitet. Die Familiengespräche sind insbesondere für heikle oder schambesetzte Themen geeignet, die in der Gruppe nicht erörtert werden können.

  1. Einzelgespräche

In regelmäßigen Abständen wird mit dem Kind bzw. der/dem Jugendlichen, jungen Erwachsenen die aktuelle Situation (Familie, Freunde, Schule) ausgewertet, die bisherigen Fortschritte hervorgehoben, Schwierigkeiten analysiert und Lösungswege erarbeitet. Die Einzelgespräche sind insbesondere für heikle oder schambesetzte Themen geeignet, die in der Gruppe nicht erörtert werden können.

  1. Psychiatrische Mitbehandlung

Nach der Eingangsdiagnostik wird über ein psychiatrisches Konsil entschieden. Wenn indiziert, soll auch während der Behandlung in enger Abstimmung die psychiatrische Behandlung erfolgen und in dem Behandlungsheft mitdokumentiert werden.

  1. Pädiatrische Mitbehandlung

Zu Beginn der Behandlung und fortlaufend alle drei Monte bis zum Ende der Behandlung sollen pädiatrische Konsile verpflichtend erfolgen. Entsprechend einer von der Praxis entwickelten Checkliste dokumentiert der behandelnde Kinder- oder Hausarzt den Ernährungszustand, Hinweise auf Unterversorgung (Verhungern, Verdursten, Mangelernährung), Hinweise auf körperliche Gewalt (Schlagspuren, Verbrennungen, Brüche etc.), Hinweise auf Vernachlässigung (Entwicklungsverzögerungen, Kleinwuchs etc).

  1. Fallbesprechung und Diagnostik

Fallbesprechungen
Regelmäßige Fallbesprechungen sichern die optimale Versorgung der Familie.

Diagnostik
Alle drei bis sechs Monate wird erneut eine Fragebogen-Diagnostik durchgeführt.

 Stabilisierungsphase

In der Stabilisierungsphase sollen in regelmäßigen, sukzessiven sich verlängernden Abständen Familien- und Einzelgespräche stattfinden. In dieser Phase soll die Familie zunehmend autonomer werden, eigenständig Hilfestrategien entwickeln. Zum Ende der Behandlung soll die resümierende Zusammenfassung des Erreichten und antizipatorische Bearbeitung von Rückfällen erfolgen, anschließend soll die perspektivische Planung besprochen werden. Bei akuten Krisen (Rückfälle, Gefährdung des Kindeswohls, Gewalt gegen andere…) soll eine Krisenintervention angesetzt werden können, um notwendige Verhaltensänderungen oder Maßnahmen zeitnah besprechen und einleiten zu können, je nach Schweregrad in unterschiedlicher Sequenz.

 Ausgangsphase

Post-Diagnostik
Inhalt dieser Phase sind traumaspezifische Diagnostik mit dem Kind bzw. der/dem Jugendlichen, traumaspezifische Diagnostik mit den Eltern, ein strukturiertes klinisches Interview zur Erfassung der ICD-10 Diagnosen mit den Eltern (z.B. DIPS), ein klinisches Interview mit dem Kind bzw. der/dem Jugendlichen und die Zielerreichungseinschätzung.

Konsil Kinderarzt oder Hausarzt
Jedes Kind bzw. jede/r Jugendliche erhält eine pädiatrische Abschlussuntersuchung beim behandelnden Kinder- oder Hausarzt. Hier werden anhand eines speziellen Leitfadens die somatische und psychosomatische Entwicklung im Rahmen des Vertrages erfasst und dokumentiert.

Auswertung, Fallbesprechung
In dieser Sequenz erfolgt die Auswertung und Interpretation der Testbefunde und der klinischen Interviews unter Hinzuziehung der pädiatrischen Konsiliarbefunde. Die Ergebnisse werden telefonisch oder direkt mit den MitbehandlerInnen erörtert. Im Rahmen interner und/oder externer Fallbesprechungen erfolgt die Beurteilung der Entwicklung unter Traumaphasenspezifischen Gesichtspunkten. Sind die Symptome remittiert, kann die Behandlung abgeschlossen werden und Follow-up Termine sollen vereinbart werden. Besteht die Notwendigkeit weiterführender Maßnahmen, wird darüber entschieden, welche weiterführenden ambulanten oder stationären Maßnahmen der Familie angeraten werden sollen.

Rückmeldung im Familiengespräch
In einem Rückmeldegespräch erhält die Familie detaillierten Einblick in die Ergebnisse der Begleit- und Abschlussdiagnostik im Vergleich zur Eingangsdiagnostik. Die Auswertung und Interpretation der Testbefunde, der klinischen Interviews und der Konsiliarbefunde werden der Familie verständlich dargelegt, sodass diese befähigt wird zu erkennen, wo positive Entwicklungen zu verzeichnen sind und wo noch Behandlungsbedarf besteht und ermutigt, Verhaltensänderungen fortzuführen. Follow-up-Termine werden vereinbart.

Nachbehandlung
In begründeten Fällen besteht die Möglichkeit, den Behandlungsverlauf um ein bis max. zwei Quartale zu verlängern. In diesem Zeitraum werden ausschließlich Einzelsitzungen durchgeführt. Innerhalb dieser Behandlungsstunden sollen noch vorliegende Symptome oder Beschwerden bearbeitet werden. Abschließend findet eine Rückfallprophylaxe statt.

 Erwartete Ergebnisse

Von der traumaspezifischen ambulanten Versorgung von psychisch kranken Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden nach sexuellen, körperlichen und psychischen Traumata unter Einbeziehung der Eltern bzw. Bezugspersonen erwarten wir:

  • Reduzierung der psychischen Traumafolgestörungen, wie: überangepasstes Verhalten, Rückzug und Isolation, geringes Selbstwertgefühl, Kontakt- und Beziehungsstörungen, Scham- und Schuldgefühle, diffuse Ängste, Angststörungen (z.B. Phobien, Panikstörungen), Depressionen, Zwangsstörungen (z.B. Waschzwang), Posttraumatische Belastungsstörung, Ess-Störungen, aggressives Verhalten gegen andere oder sich selbst (Selbstverletzungen), Dissoziative Störungen (z.B. Dissoziative Identitätsstörung), Alkohol- und Drogenmissbrauch
  • Eine Verbesserung des Körperempfindens und des Schmerzempfindens, sowie der Bewegungskoordination
  • Eine positive Entwicklung im Bereich: Lernen und Gedächtnis
  • Eine Abnahme von Dissoziativen Symptomen
  • Eine Verbesserung der Affektregulation
  • Die Reduzierung unterschiedlicher psychischer Störungsbilder wie: Somatisierungsstörungen, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Drogenabhängigkeit, selbstverletzendes Verhalten, Depressionen, Zwangsstörungen, Essstörungen, Angststörungen, Impulskontrollstörungen, Hyperaktivität etc.
  • Eine Verbesserung bei der Lösung von Alltagsproblemen
  • Eine verbesserte Eltern-Kind-Interaktion
  • Abbau ungünstigen Erziehungsverhaltens (wie Überbehütung oder aggressives Verhalten)
  • Aufbau von unterstützendem Erziehungsverhalten und einem günstigen Umgang mit den Symptomen des Kindes und den übrigen Problembereichen
  • Befähigung der Eltern zur Selbstfürsorge, um als stabile Eltern die Kinder stützen zu können.
Fragen & Antworten
 Was ist “Trauma First”?

“Trauma First” ist eine traumatherapeutisches Versorgungsprogramm. Es beinhaltet Einzel- und Gruppentherapie für die Kinder/Jugendliche und Einzelgespräche für die Eltern sowie die Teilnahme an einer Elterngruppe. “Trauma First” ist ein einzel- und gruppentherapeutisches Angebot, das sich mit seinem Inhalt speziell an den Bedürfnissen und Erfordernissen der Kinder, Jugendlichen, jungen Frauen und Familien, der Form der traumatischen Erlebnisse der Einzelnen und deren psychischer Folgeerkrankung ausrichtet.

Zielgruppen: Kinder, Jugendliche und Heranwachsende mit Traumafolgestörungen nach sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt oder sonstigen traumatischen Ereignissen, deren Familien und Bezugspersonen.

Leistung: Psychotraumatologische Erstberatung; strukturierte traumaspezifische Diagnostik mit dem Kind bzw. der/dem Jugendlichen und dessen Eltern/Bezugspersonen; Rückmeldegespräch mit einem detaillierten Einblick in die Ergebnisse der diagnostischen Phase; Indikationsspezifische Elterntrainings; Indikationsspezifische Kinder- und Jugendgruppen; Einzelstunden mit dem Kind bzw. der/dem Jugendlichen sowie den Eltern/Bezugspersonen begleitend zu den Gruppen; Verlaufs- und Abschlussdiagnostik und deren Rückmeldung an die Zielgruppen; Nachsorge.

 Wie ist der Ablauf des Versorgungsangebotes “Trauma First”?

Die Praxis für Psychotherapie stellt eine Anlaufstelle für Familien/Kinder/Bezugspersonen nach traumatischen Erfahrungen dar. Nach dem Erstkontakt erfolgt die störungsspezifische und standardisierte Eingangsdiagnostik, die sowohl mit den Eltern/Bezugspersonen als auch mit dem Kind bzw. der/dem Jugendlichen mehrere diagnostische Sitzungen beansprucht. Anschließend erfolgt ein Rückmeldungsgespräch mit der/den Familie/Bezugspersonen, in dem die Diagnose(n) mitgeteilt werden und gemeinsam mit der Familie ein individueller Behandlungs- und Betreuungsplan entwickelt wird. Die Familie erhält eine Empfehlung, ob das Kind bzw. die Eltern am Projekt der traumaspezifischen ambulanten Versorgung “Trauma First“ teilnehmen sollten.

Diagnostik: Ein Quartal intensive Diagnostik: Inhalt dieser Phase sind strukturierte traumaspezifische Diagnostik mit dem Kind, traumaspezifische Diagnostik mit den Eltern, ein strukturiertes klinisches Interview zur Erfassung der ICD-10 Diagnosen mit den Eltern (z.B. DIPS), ein klinisches Interview mit dem Kind, detaillierte Anamnese der psychischen und somatischen Entwicklung des Kindes (Schwangerschaft, frühkindliche Entwicklung, Kindergarten, Schule bis dato).

Hausbesuch: Bei jeder Familie erfolgt ein Hausbesuch, um einen Eindruck vom Familienalltag und den Wohngegebenheiten des Kind zu bekommen. Dies dient nicht zur “Kontrolle”, sondern vervollständigt den Eindruck, den wir von dem Kind und seinem Lebensumfeld bekommen wollen.

Konsil Kinderarzt/ärztin oder Hausarzt/ärztin: Jedes Kind, jede/r Jugendliche erhält eine spezielle konsiliarische Untersuchung beim behandelnden Kinder- oder Hausarzt. Hier werden anhand eines speziellen Leitfadens aktuelle und früher vorliegende somatische und psychosomatische Traumafolgen und Entwicklungsstörungen abgeklärt und im Quartalsbericht dokumentiert. Diese Untersuchung wird einmal in jedem Quartal während der Behandlung des Patienten wiederholt.

Auswertung und Rückmeldung im Familiengespräch: In einem Rückmeldegespräch erhält die Familie detaillierten Einblick in die Ergebnisse der diagnostischen Phase. Die Auswertung und Interpretation der Testbefunde, der klinischen Interviews und der Konsiliarbefunde werden der Familie verständlich dargelegt, sodass diese befähigt wird, eine verantwortliche Entscheidung über die weitere Behandlung zu treffen.

Ist eine Behandlung indiziert, wird das Behandlungsangebot der Familie vorgestellt und erläutert. Motivation und Compliance aller beteiligten Familienmitglieder werden abgeklärt und mit der Familie besprochen, warum diese im Rahmen einer Heilbehandlung unerlässlich sind. Kommt eine Arbeitsallianz zustande, erfolgt die Einleitung der Behandlung, Einteilung in Schweregrad und Terminabsprachen.

Behandlungsphase: 3 Quartale lang intensive Psychotherapie

Indikationsspezifische Kinder-/Jugendgruppe: Mit den Kindern/Jugendlichen wird ein Gruppentraining durchgeführt. Bei den Gruppesitzungen handelt es sich stets um eine ausgewogene Mischung zwischen Vermittlung von Handlungswissen, praktischen Übungen, Rollenspielen und Entspannungsübungen und Auswertung von Alltagssituationen der Familie. Inhaltliche Themen sind beispielsweise „Angst“, „Alpträume“, „Wohin mit meiner Wut“, „Was mir hilft“, „Was mir Kraft gibt“, „Normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse“ und aktuelle Herausforderungen des Familienalltages. Die Kinder werden engmaschig begleitet, um den Aufbau von Selbstwert und Selbstwirksamkeitserwartungen unterstützen zu können, weiterhin wird der Abbau von ungünstigen Verhaltensmustern angestrebt (Vermeidungsverhalten, Rückzug und Aggression). Die Kindergruppen finden meist in vierzehntägigem Abstand statt.

Elterntraining: Alle Eltern nehmen an einer Elterngruppe teil. Für den Erfolg der Therapie ist dieses Element besonders wichtig. Bei den Gruppensitzungen handelt es sich stets um eine ausgewogene Mischung zwischen Psychoedukation, praktischen Übungen, Erfahrungsaustsausch und Auswertung von Alltagssituationen der Familie. Inhaltliche Themen sind beispielsweise „Normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse“, „Umgang mit den Ängsten der Kinder“, „Wie verhalte ich mich bei Alpträumen“, „Wohin mit meiner Wut“, „Was kann ich bei Überforderung tun“, „Förderung der Autonomie des Kindes“, „positive Familienaktivitäten“ und aktuelle Herausforderungen des Familienalltages. Die Eltern werden engmaschig begleitet, um die Familie beim Aufbau von unterstützendem Erziehungsverhalten und einem günstigen Umgang mit den Symptomen des Kindes und den übrigen Problembereichen zu unterstützen. Weiterhin werden die Eltern auch zur Selbstfürsorge angeregt, um als stabile Eltern die Kinder stützen zu können. Die Elterngruppe findet meist in dreiwöchentlichem Abstand statt.

Familiengespräche: In regelmäßigen Abständen wird mit der Familie die aktuelle Familiensituation ausgewertet, die bisherigen Fortschritte hervorgehoben, Schwierigkeiten analysiert und Lösungswege erarbeitet. Die Familiengespräche sind insbesondere für heikle oder schambesetzte Themen geeignet, die in der Gruppe nicht erörtert werden können.

Einzelgespräche: In regelmäßigen Abständen wird mit dem Kind bzw. der/dem Jugendlichen, jungen Erwachsenen die aktuelle Situation (Familie, Freunde, Schule) ausgewertet, die bisherigen Fortschritte hervorgehoben, Schwierigkeiten analysiert und Lösungswege erarbeitet. Die Einzelgespräche sind insbesondere für heikle oder schambesetzte Themen geeignet, die in der Gruppe nicht erörtert werden können. Die Einzelgespräche finden meist vierzehntägig statt.

Pädiatrische Mitbehandlung: Zu Beginn der Behandlung und fortlaufend alle drei Monate bis zum Ende der Behandlung erfolgen pädiatrische Konsile.

Diagnostik: Alle drei bis sechs Monate wird erneut eine Fragebogen-Diagnostik durchgeführt.

 Was sind die Rahmenbedingungen?

Liegt eine Zusage bzgl. der Kostenübernahme durch den Kostenträger (Krankenkasse, Unfallkasse) vor, beginnt die psychotherapeutische Versorgung ohne Wartezeiten.

 Wer trägt die Kosten?

Kostenträger sind generell die Kranken- und Unfallkassen.

Die Techniker Krankenkasse hat als Kostenträger eine Vorreiterrolle übernommen, indem sie im April 2008 mit der Praxis und der kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt einen Versorgungsvertrag zu “Trauma First” abgeschlossen hat, so dass deren Versicherte mit Traumafolgestörungen schnell und unkompliziert von der traumaspezifischen Versorgung profitieren können.

Alle übrigen Kostenträger fällen Einzelfallentscheidungen.

 Was mache ich, wenn ich nicht zu meinem Termin kommen kann?

Sollten Sie verhindert sein, so geben Sie uns bitte telefonisch oder per Mail rechtzeitig Bescheid.

 Wer sind unsere Kooperationspartner?

Kooperationspartner, die im Rahmen der traumaspezifischen ambulanten Versorgung Leistungen erbringen:

  • Niedergelassene Kinderärzte
  • Niedergelassene Kinderpsychiater, Psychiater
  • Niedergelassene Hausärzte

Kooperationspartner, die keine Leistungserbringer im Rahmen der traumaspezifischen ambulanten Versorgung sind, mit denen jedoch je nach Bedarf eine intensive Zusammenarbeit erfolgt:

  • Sozialpädiatrisches Zentrum Halle
  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin MLU
  • psychosoziale Einrichtungen, z. B. Erziehungsberatungsstellen, Beratungsstellen wie ProFamilia, die Interventionsstelle für häusliche Gewalt, mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt, Opferhilfe der Justiz, Weißer Ring
  • Spezialisierte ambulante Erziehungshilfen, z.B. “Seelensteine”, “Labyrinth”, “Bunte Feuer”
  • Jugendämter

Vertragspartner

Techniker Krankenkasse Sachsen-Anhalt

Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

 Wie wird unser Programm “Trauma First” evaluiert?

Das Projekt “Trauma First“ wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die wissenschaftliche Evaluation erfolgt in Kooperation mit

  • PD Dr. phil. Christoph Kröger, Institut für Psychologie/Psychotherapeiambulanz, Technische Universität Braunschweig;
  • PD Dr. Heide Glaesmer, Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum Leipzig AöR;
  • Prof. K. Beesdo-Baum,  Professur für Behaviorale Epidemiologie, TU Dresden

In der Eingangsdiagnostik wird eine strukturierte traumaspezifische Diagnostik mit dem Kind bzw. der/dem Jugendlichen, der jungen Frau, traumaspezifische Diagnostik mit den Eltern, ein strukturiertes klinisches Interview zur Erfassung der “International Classification of Deseases” (ICD-10) Diagnosen mit den Eltern (z.B. Diagnostisches Interview bei Psychischen Störungen – DIPS), ein klinisches Interview mit dem Kind bzw. der/dem Jugendlichen, jungen Frauen, detaillierte Anamnese der psychischen und somatischen Entwicklung des Kindes (Schwangerschaft, frühkindliche Entwicklung, Kindergarten, Schule bis dato) durchgeführt und die entsprechenden Daten erhoben und ausgewertet. Behandlungsbegleitend werden alle drei bis sechs Monate erneut eine Fragebogen-Diagnostik durchgeführt.

An die Behandlung schließt sich eine Post-Diagnostik an. Die Ergebnisse der Begleit- und Abschlussdiagnostik werden mit denen der Eingangsdiagnostik verglichen und interpretiert. Die Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet.