
Als Fachzentrum-TFT vermitteln wir therapeutische Strategien im Umgang mit psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Die kognitive Verhaltenstherapie verbunden mit Lebendigkeit, Fröhlichkeit und Wärme bilden die Grundlagen unseres therapeutischen Handelns. Aus dieser Grundhaltung entstanden folgende Fortbildungsangebote:
- Trauma First (Traumacurriculum): Behandlung von Traumfolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen
- Mutig werden mit Til Tiger: Prävention und Therapie sozialer Ängste bei Kindern
- IRRT: Einführungsworkshops zu IRRT mit Kindern und Jugendlichen
- Fälletage: Fallseminare für KollegInnen, die IRRT bereits bei Kindern und Jugendlichen anwenden
Für alle Workshops wird die Zertifizierung durch die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer beantragt.
Neben den Fortbildung in unserem Hause finden Sie unsere Workshops auch bei externen Anbietern, etwa beim Kindertraumainstitut, den dgvt Kongressen, der Frankfurter Akademie für Psychotherapie, dem KJP Symposium, den Veranstaltungen zur psychischen ersten Hilfe für Kinder der OPK etc.
Trauma First (Traumacurriculum)
Allgemeine Informationen
- Veranstaltungsort: Halle / Saale
- Das Curriculum besteht aus sechs zweitägigen Wochenendseminaren und einem Abschlusskolloquium. Alle Module sind verpflichtend.
- Insgesamt 110 UE Theoriemodule. Zusätzlich: 10 UE Supervision & Dokumentation eigener Behandlungsfälle.
- Kosten 185 Euro je Seminartag. Bei Komplettzahlung zu Beginn der Veranstaltungsreihe wird ein Rabatt von 180,-Euro gewährt. Supervision ist in diesem Betrag nicht inbegriffen.
- Alle zugelassen SupervisorInnen (OPK) werden akzeptiert.
Die Konzeption des Curriculums wurde entsprechend den Vorgaben der OPK „Psychotraumatherapie Kinder und Jugendliche OPK“ entwickelt, so dass die Zertifizierung im Anschluss beantragt werden kann (120 UE, 3 Fälle). Die Akkreditierung der OPK wird für die einzelnen Blockseminare beantragt.
Aufbau
- Blockseminar I: Theoretische Grundlagen und Diagnostik von Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen, Ätiologiemodelle, bindungstheoretische Grundlagen, Beziehungsgestaltung (18UE)
- Blockseminar II: Akute Traumatisierung & Krisenintervention bei Kindern und Jugendlichen, Kindeswohlgefährdung & Kinderschutz, Akute Belastungsstörung, Versorgungsstrukturen (18UE)
- Blockseminar III: Entwicklungsangepasste Methoden zur Stabilisierung, Ressourcenaktivierung und Affektregulation, entwicklungstypisches Vorgehen in Einzel- und Gruppentherapie (Vorschul-, Grundschul- & Jugendalter), Selbsterfahrung & Psychohygiene (18 UE)
- Blockseminar IV: Behandlung nonkomplexer PTBS bei Kindern und Jugendlichen: KVT Monotrauma, Einzel- und Gruppentherapie “Das Seefahrercamp 6-10″, IRRT bei Monotrauma (18 UE)
- Blockseminar V: Behandlung chronifizierter PTBS mit komplexer komorbider Symptomatik bei Kindern und Jugendlichen: KVT Komplextrauma, Einzel & Gruppentherapie “Das Seefahrercamp 6-10″, IRRT bei Komplextrauma (18UE)
- Blockseminar VI: 1In-vivo Expo, Arbeit mit Bezugspersonen, Reintegration & Zukunftsplanung, Selbsterfahrung & Psychohygiene plus Abschlusskolloquium (20UE)
Anmeldung
Mutig werden mit Til Tiger
Allgemeine Informationen
- Die Fortbildung wird von der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer mit 16 Punkten akkreditiert.
- Kosten für den zweitägigen Workshop betragen 360,00 Euro
Inhalt

Im Rahmen des zweitägigen Workshops wird das Trainingsprogramm „Mutig werden mit Til Tiger“ vorgestellt. Das Trainingsprogramm ist für Jungen und Mädchen im Alter zwischen fünf und zehn Jahren konzipiert und ist sowohl zur Prävention als auch zu Behandlung Sozialer Unsicherheit, Sozialer Phobie, Störung mit sozialer Ängstlichkeit und Störung mit Trennungsangst einsetzbar.
Ziel dieses verhaltenstherapeutischen Trainings ist es, sozial unsicheren Kindern mehr Selbstbewusstsein zu vermitteln, Soziale Ängste abzubauen und die soziale Kompetenz zu fördern. Die Effektivität dieses Trainingsprogrammes wurde in einer kontrollierten Gruppenstudie nachgewiesen.
Ziele
Vertiefung theoretischer Kenntnisse zur Symptomatik, Entstehung und Aufrechterhaltung von Sozialer Unsicherheit und der Aufbau bzw. die Erweiterung praktischer Kompetenzen zur Durchführung des Trainings mit sozial unsicheren Kindern. An didaktischen Methoden werden Rollenspiele, Kleingruppenarbeit, Videobeispiele, Diskussionen im Plenum und Informationsvermittlung eingesetzt.
Zielgruppe
Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, Kinder- und JugendpsychiaterInnen, PsychologInnen, PädagogInnen, SozialpädagogInnen & HeilpädagogInnen sowie MitarbeiterInnen von Erziehungsberatungsstellen.
Das Trainingsprogramm ist sowohl im klinischen als auch im präventiven Bereich einsetzbar. Es eignet sich für die Anwendung in der ambulanten und stationären Psychotherapie, in Beratungsstellen, SPZ, sozialpsychiatrischen Praxen, Reha-Kliniken, Mutter & Kind-Kuren und ähnlichen Einrichtungen.
Anmeldung
IRRT mit Kindern und Jugendlichen
Allgemeine Informationen
- Im Rahmen des Workshops erfolgt eine Einführung in die Methode, das therapeutische Vorgehen wird anhand vieler Fallbeispiele aufgezeigt.
- Kosten für den zweitägigen Workshop: 350,- Euro
- 18 UE, Anerkennung durch OPK wird beantragt.
Inhalt
Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT) ist eine integrative, schemazentrierte Behandlungsmethode der Kognitiven Verhaltenstherapie, welche speziell für Patienten und Patientinnen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung oder anderen Traumafolgestörungen (z. B. Angststörungen, Depressionen) entwickelt wurde.
IRRT lässt sich gut in verhaltenstherapeutische sowie in psychodynamische, systemische oder andere therapeutische Vorgehensweisen integrieren. IRRT ermöglicht eine schonende Bearbeitung traumatischer Erlebnisse auf der Basis von Exposition. Durch den Einsatz und die Integration imaginativer Vorgehensweisen können kognitive Umstrukturierungen und emotionale Neubewertungen erzielt werden.

IRRT eignet sich sowohl für die Behandlung von komplexen Traumafolgestörungen (Typ II Traumata; Auftreten z. B. nach sexuellem Missbrauch, körperlicher Misshandlung, Vernachlässigung, häuslicher Gewalt) als auch von Mono-Trauma-Folgen (Typ I Traumata; Auftreten z. B. bei Verkehrs- oder Arbeitsunfällen, Naturkatastrophen und Überfällen). Für die verschiedenen Altersstufen bei Kindern und Jugendliche existieren entwicklungsentsprechende Varianten, bei denen die Traumabearbeitung imaginativ und zeichnerisch erfolgt (in Comicform oder mit Hilfe von Puppen und Kuscheltieren).
